Kambodscha: Siem Reap
2.2.2016 - 6.2.2016

Nach mehr als 5 Monaten Reisen zu zweit freuten wir uns bereits auf Kambodscha, wo wir alte und neue Freunde treffen sollten. Unser langjähriger Homie Valle hatte sich schon länger angekündigt und begleitete uns für die nächsten 5 Wochen auf unserer Reise. Im Gepäck hatte er allerdings nicht nur Sonnencreme & Mosquitospray, sondern auch Doris & Max, welche zufälligerweise ebenfalls einen Kambodscha Urlaub gebucht hatten und uns auch für 2 Wochen die Ehre erweisten. So machten wir als 5-köpfige Truppe Kambodscha unsicher, mit unserem ersten Ziel Siem Reap und den alten Tempeln rund um Angkor.

Die Stadt Siem Reap

Siem Reap ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in Kambodscha und ist vor allem durch die Nähe zu Angkor Wat bekannt geworden. Mittlerweile ist die Stadt sehr touristisch und man findet von zahlreichen Party Hostels bis zu großen Resorts so ziemlich für jeden Geldbeutel eine Unterkunft. Für uns 5 war natürlich erst mal Party angesagt, weshalb wir uns auch für ein entsprechendes Hostel mit günstigen Bierpreisen und Pool entschieden.

Aufgrund der vielen Hostels und zahlreichen BackpackerInnen hat die Stadt natürlich auch Party-technisch einiges zu bieten, auf der „Pub Street“ kämpfen zahlreiche Bars und Clubs mit günstigen Getränkepreisen und Kübel-Sauf-Angeboten um die Gunst der vorwiegend recht jungen Besucher. Ähnlich der Khao San Road in Bangkok kann es auch hier zu späterer Stunde ziemlich voll mit 20-jährigen BackpackerInnen werden, die sich mit einem gediegenen Kübel Long Island IceTea die Kante geben.

Klarerweise mussten wir uns das gleich mal aus nächster Nähe ansehen und so verbrachten wir unseren zweiten gemeinsamen Abend in einem der Clubs. War auch wirklich lustig und entsprechend flüssig – nach dem einen Abend hatten wir dann aber auch genug 🙂

Angkor Wat

Am nächsten Abend statteten wir gleich mal der bekanntesten Tempelanlage in der Gegend einen Besuch ab: Angkor Wat („Die Stadt, die ein Tempel ist“). Die riesige Anlage wurde im 12. Jahrhundert von den Khmer (kambodschanisches Volk) erbaut und ist wirklich beeindruckend.

Am Abend schlenderten wir noch durch Siem Reap und besuchten ein kleines Restaurant auf der Straße – zwischendurch nahm Valle noch ein entspanntes Fußbad mit kleinen Knabberfischen.

Da wir am ersten Tag schon ziemlich von Angkor Wat geflasht waren, wollten wir das ganze natürlich auch noch bei Sonnenaufgang sehen. In jedem Reiseführer steht, man solle die Anlage auf jeden Fall ganz zeitig in der Früh besuchen, da die Sonne direkt hinter dem Tempel aufgeht. So machten wir uns noch vor 5 Uhr morgens mit dem Fahrrad auf den Weg, bewaffnet mit Kamera und Smartphone-Taschenlampe. Letztere war auch nötig, denn die Straße durch den Wald war tatsächlich noch stockdunkel.

Angekommen am Ziel waren wir unter den Ersten, die auf die Öffnung der Anlage warteten und ergatterten auch einen der besten Plätze, um das Naturschauspiel verfolgen zu können. Der frühe Vogel fängt in diesem Fall tatsächlich den Wurm, da sich das Areal nach kurzer Zeit mit zahlreichen Chinesen und anderen Touristen füllte. Und dann war es soweit – es fing zu dämmern an. Trotz der vielen Leute war das wirklich ein Erlebnis, in dieser magischen Kulisse auf die Sonne zu warten. Hier eines der zahlreichen geschossenen Fotos, welches den Moment nur ansatzweise widerspiegelt:

Angkor Wat

Ta Prohm, Angkor Thom und weitere Tempel

Nach dem Spektakel bei Angkor Wat machten wir uns gleich auf den Weg zu weiteren Tempeln in der Nähe, da diese erst später aufsperren und wir so den großen Touristen-Massen zuvorkommen wollten. Besonders beeindruckend war der Tempel Ta Prohm, welcher auch heute noch in fast demselben Zustand erhalten ist, wie ihn die französischen Entdecker vorgefunden haben. Mit seinen eingestürzten Gängen, von Steinen versperrten Wegen und den riesigen Bäumen, deren Wurzeln irgendwie einen Weg um das Mauerwerk gefunden haben, zählt Ta Prohm zu unseren Tempel Highlights. Die spektakuläre Kulisse diente übrigens auch als Schauplatz für den Film Tomb Raider.

Kurz vor dem Tempel-Burnout beendeten wir dann auch unsere Fahrrad-Tour – um am nächsten Tag wieder mit neuem Elan die „große Tour“ mit dem TukTuk anzutreten. Unser Fahrer brachte uns zu weiteren Tempeln, die etwas weiter außerhalb von Siem Reap in die Höhe ragen. Auch wunderschön und sehr beeindruckend – insgesamt waren es dann aber wohl doch etwas zu viele Tempel in zu kurzer Zeit, da ich mich heute nicht mal mehr an alle Namen erinnere. Ich denke aber, die Fotos sprechen für sich 🙂

Siem Reap und Angkor Wat gehören ganz einfach zum Pflichtprogramm einer jeden Kambodscha Reise – und das wie ich finde zu recht. Auch die Touristenmassen werden nebensächlich sobald man in die magische Atmosphäre der alten Tempel eintaucht.

Nach 4 Tagen Tempel-Action und jeder Menge Spaß machten wir uns schließlich auf nach Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodscha’s. Mehr dazu und über eine wunderschöne kleine Insel im Süden von Kambodscha erzählt euch Mex im nächsten Beitrag.

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