Sri Lanka: Das Hochland

Mit dem Zug ging es weiter von Kandy nach Nuwara Eliya, bekannt als die am höchsten gelegene und kälteste Stadt der Insel (2100m, 16°C). Obwohl die Fahrt wieder Stunden dauerte (Höchstgeschwindigkeit ca 40-50 km/h 😉 ), war sie alles andere als langweilig, da die Strecke mit einer atemberaubenden Kulisse überzeugte. In Nuwara Eliya angekommen, hatten wir nicht nur wegen der Temperaturen, sondern auch durch den kolonialen Einfluss der Briten (kurz geschnittener Rasen, Pferderennbahn, Architektur) das Gefühl, mitten in Europa zu sein. Die Stadt selbst ist eher klein und die Locals dort hatten aufgrund der Temperaturen fast alle Hauben auf, was richtig lustig anzusehen war.

Übernachtet haben wir im Guesthouse von Magulla, unserem wirklich netten Gastgeber, der uns am Abend mit Mama’s Hilfe ein wirklich tolles Essen zubereitet hat. Generell ist zur Küche Sri Lankas zu sagen, dass sie hauptsächlich aus Reis, verschiedenen Currys (Gemüse, Fisch, Huhn), Dhal (Linsencurry) sowie einer Vielzahl an Rotti (Teigtaschen oder -rollen, die sowohl pikant als auch süß serviert werden) besteht. Teilweise scharf, teilweise sogar europäisch mild gewürzt – im großen und ganzen alles sehr lecker. 🙂

Unser erster Daytrip führte uns (Claudia, Marie, Richard, Mex & Mike) in die Teeplantagen von Mackwoods und Blue Fields. Zwar hatten wir nicht das „Vergnügen“, selbst Tee zu pflücken, aber wir konnten hautnah miterleben, wie die Teepflückerinnen sich durch die wirklich steilen Teefelder schlängelten und ihre schweißtreibende Arbeit verrichteten. Nach einer Führung durch die Teefabrik konnten wir uns selbst davon überzeugen, dass der Tee im Hochland wirklich ein Genuss ist (übrigens auch der Schokokuchen war ein Traum 😉 ). Was wir dabei gelernt haben: es gibt nur eine Teepflanze und je nachdem ob die Blätter luftgetrocknet, sonnengetrocknet oder fermentiert werden, erhält man grünen, weißen oder schwarzen Tee.

Ella Rock

Unsere Reise führte anschließend (wieder mit dem Zug) nach Ella. Ella besteht eigentlich nur aus einer Straße (Main Road, die einer Sandpiste ähnelt), auf der sich viele touristische Hostels und Restaurants angesiedelt haben. Als guter Ausgangspunkt für Touren und Daytrips sind hier auch sehr viele Backpacker zu sehen. Unser Highlight dort war die Besteigung des Ella Rock, wo man nach ca. 2km zu Fuß auf den Gleisen zuerst einige Höhenmeter quer durch Teefelder und Wälder überwinden muss, um letztendlich eine wunderbare Aussicht genießen zu können.

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